Martin Lutz: Wie schreibt man einen (historischen) Krimi?

Referent: Martin Lutz, Krimi-Autor und Journalist, WELT

5. & 6. Tischgespräche-Runde (15:00-16:30 Uhr)

Wer einen Kriminalroman schreiben will, sollte sich darüber klar werden, in welcher Erzählperspektive dies geschehen soll. Denn im Krimi wird meist die Perspektive einer beteiligten Person, etwa eines Opfers, Täters, Ermittlers oder Zeugen – eingenommen. Die Auswahl dieser Figuren ist die erste wichtige Entscheidung des/der Autors/Autorin die vor dem Schreiben erfolgen sollte. Es geht um die Frage: Drauflosschreiben oder nach einem Drehbuch vorgehen? Außerdem sind gute Kontakte zur Polizei, zu Mordermittlern und Gerichtsmedizinern hilfreich, um einer fiktiven Handlung Authenzität und Glaubwürdigkeit zu verleihen. In der Session wird erklärt, warum intensive Recherchen und Vorarbeiten für Krimis in einem sich verändernden Buchmarkt so wichtig sind. Ein Einblick in meine Schreibwerkstatt.

Martin Lutz ist Mitglied im Investigativ-Team von WELT am SONNTAG und WELT.de. Kriminalität und Kriminalfälle sind sein Lebensthema. Seit vielen Jahren schreibt er darüber, so auch in seinem im Ullstein-Verlag erschienen Kriminalroman „Die Tote im Wannsee“ (2018). Sein neuer Krimi „Teufelsberg“ (Ullstein), der ebenfalls wieder viel Berliner Lokalkolorit hat, wird am 29. Mai bundesweit Premiere feiern. Journalistisch hat er die Innenminister Otto Schily, Wolfgang Schäuble, Hans-Peter Friedrich, Thomas de Maizière und aktuell Horst Seehofer begleitet.

 

Foto: (c) Martin Lutz

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