Olaf Bryan Wielk: Wichtiger als die Heldenreise ist die Leserreise – Emotionen, die Leser erleben wollen

Referent: Olaf Bryan Wielk, Mitgründer der Storytelling-Software für Autoren Beemgee

1. & 2. Tischgespräche-Runde (10:30-12:00 Uhr)

Bestimmte erzählerische Strukturen tauchen bei Geschichten, die die Zeit überdauern und die Kulturen überspannen, immer wieder auf. Gibt es also eine Bestsellerformel? Nein – wenn Autoren den Fokus allzu stur auf narrative Form setzen und Mustern folgen, die besagen, was für Szenen in welche Reihenfolge gesetzt werden sollten, wirken Stories schnell schemenhaft.

Was aber geschieht, wenn wir den Fokus wechseln? Was, wenn wir weniger auf die Stationen der Heldin oder des Helden achten und stattdessen mehr Wert auf die Erwartungen des Lesepublikums legen?

Gute Geschichte lösen Emotionen aus. Als Autorin oder Autor ist es dein Job, die Leserinnen und Leser fühlen zu lassen.

Mehr noch. Eine Geschichte ist eine Erfahrung. Sie löst Herzklopfen aus, Freude und Weinen – ganz körperliche Reaktionen. Und darüber, in welcher Reihenfolge welche Reaktion ausgelöst werden sollte, sprechen wir bei diesem Tischgespräch. Denn ob Thriller oder Romance, Fantasy oder Familienroman – das ideale Muster der emotionalen Leserreise ist erstaunlich klar.

Olaf Bryan Wielk arbeitete viele Jahre für Verlage wie Rowohlt und Carlsen bevor er das Narrations-Tool Beemgee.com mitentwarf. Als Ko-Gründer der Beemgee GmbH denkt er die browser-basierte Storytelling-Software weiter für Autoren und Verlage, und betreut Autoren bei der Stoffentwicklung.

Foto: Fehling

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