Lukas Adolphi: Im Auge des Sturms – wie es sich anfühlt, einen viralen Hit zu landen

Referent: Lukas Adolphi, Herausgeber des Bestsellers „die cops ham mein handy“ und Gründer von Lukas Adolphi – Visuelle Kommunikation

15:00-16:30 Uhr: 5. & 6. Tischgespräche-Runde

Lukas Adolphi bezeichnet sich selbst als Gestalter an der Schnittstelle von Kunst und Design. Dass er jetzt das Buch „die cops ham mein handy“ herausgegeben hat, ist die Folge eines Raubüberfalls. Vor einigen Jahren wurde ihm sein Handy geklaut. Nachdem die Polizei die Täter gefasst hat und diese verurteilt wurden, erhält er sein Handy zurück. Darauf findet er Chatverläufe der Täter, die er unbearbeitet und ungekürzt Ende 2017 publiziert. Die erste Auflage ist binnen Stunden vergriffen. Im Januar 2018 erschien die zweite Auflage, mit freundlicher Genehmigung des Reclam-Verlags.

VICE: „Das beste Buch des Jahres sind die gesammelten SMS-Verläufe eines Handydiebstahls. Sex, Verbrechen, abgründige Story-Twists – das Leben von Marco hat alles. Nur kein Happy-End.“

NEON: „Als Lukas Adolphi sein Handy geklaut wurde, dachte er wahrscheinlich nicht, dass er es jemals wiedersehen würde – geschweige denn, dass er ein Buch daraus machen könnte. Hat er aber! Und es ist zum Brüllen komisch!“

bento/SPIEGEL ONLINE: „Es ist Alltagspoesie und Liebesdrama in einem.“

Business Punk: „‚die cops ham mein handy‘ ist das moderne Kabale und Liebe […] Und die Chatverläufe sind eine Goldgrube in Sachen Dramaturgie, es geht um Sex, Liebe und Geld.“

Ich sehe mich weder als Designer noch als Künstler. Ich bezeichne mich selbst als Gestalter. Mir geht es um Kommunikation, nicht um Kategorien: Dialog statt DIN. Dieser kann sowohl durch Textbotschaften in Plakat- oder Buchform angeregt werden als auch durch temporäre Installationen im öffentlichen Raum. Allen meinen Arbeiten gemein ist eine spielerische Komponente. Das Experiment ist wichtiger als der stringente Weg, von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung. Im Verlauf meines Arbeitens ist mir die gesellschaftliche Verantwortung, die ich als Gestalter trage, immer mehr bewusst geworden. Ich möchte im Rahmen meiner Möglichkeiten einen positiven Beitrag leisten.

Foto: Henry Laurisch

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